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Dienstag,
dem 10. November.
Apropos
26. Oktober,
60. Internationale
Hofer Filmtage
AMS – Arbeit muss sein
Österreich 2026,
Regie: Sebastian Brauneis
Fünfzig plus – und Arbeit finden? Träum weiter! In der wadenbeißerischen Satire schließt sich eine schräge Truppe Erwerbsloser zum „Dreckigen Dutzend“ zusammen: Im AMS – Österreichs „mafiösen“ Arbeitsmarktservice – zahlen sie durch eine konzertierte Aktion der Betreuerin, die sie am zynischsten gepeinigt hat, ihre Unausstehlichkeit heim. Mit einem verwirrenden Mosaik aus vielerlei filmischen Mitteln der Ironie und Parodie schafft der Regisseur schonungslos parteiisch ein starkes Bewusstsein für Menschen auf Arbeitssuche: Sie wollen sich nicht länger per Verwaltungsakt „wie Spielfiguren“ auf einem Monopoly-Brett herumschieben lassen, auf dem sie, sooft sie auf „Los“ landen, immer weniger Hilfe erhalten. Am überschnappend utopischen Ende wird nicht alles, aber vieles gut. Bis dahin dauert es zwar ziemlich lang, macht jedoch gehörig Spaß – und gibt obendrein zu denken.
16. Oktober, Hof, Freiheitshalle, Festsaal
Schlagzeugfeuer
2. Hofer Saisonkonzert
der Symphoniker
„Domniq“ lässt die Trommeln sprechen: Der Niederländer, mit bürgerlichem Namen Dominique Vleeshouwers, verwandelt das Konzert „Speaking Drums“ des Ungarn Péter Eötvös unter Verwendung von Nonsens-Lautgedichten und dem Einsatz umfangreichen Schlagwerks, eines Verkehrsschildes und einer Bratpfanne in eine clowneske Performance mit hohem Unterhaltungswert (wenn auch vagem tonkünstlerischem Belang). Virtuos verschmelzen Sprache, Stimme und Aktion - bevor Vleeshouwers gemeinsam mit vier Kollegen und Chefdirigent Martijn Dendievel einen Biertisch und zwölf Kochlöffel zur Rhythmus-Maschine umfunktioniert. Fröhlich jubelt das Publikum. Den nachhaltigsten Eindruck des Abends hinterlassen freilich Sergej Rachmaninows „Symphonische Tänze“: eine Liturgie der Endlichkeit.
25. September, Hof, Rathaus,
Großer Sitzungssaal
(Produktion: Theater Hof, Premiere)
Prima Facie
Schauspiel
für eine Darstellerin
von Suzie Miller
„Vergewaltigte Frauen sind immer irgendwie auch selber schuld“? Ganz sicher nicht! Die hinreißende Carolin Waltsgott stellt das Täter-Opfer-Verhältnis so nachdrücklich wie bewegend vom Kopf auf die Füße. Binnen zweier Spielstunden arbeitet sie sich mit zehn Stimmen und zwanzig Gesichtern durch ein Alltagsbeispiel schreiender Ungerechtigkeit und eines empörenden Rechtsverständnisses. In der bis in die steinharten Einzelheiten empathischen Inszenierung des Schauspielers Jörn Bregenzer - seiner ersten in Hof - durchdringen sich Gegenwarts- und Erinnerungsräume, Momente der Pose und der Panik unauflösbar.
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