Hochfranken-Feuilleton
 Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige.  (Voltaire)

Das neue Buch ist da





KAISERS BART - Dreizehn Essays.
Verlag Tredition, Hamburg,
344 Seiten,
gebunden 25 €, ISBN 978-3-347-74943-6
Paperback 18 €, ISBN 978-3-347-74939-9
als E-Book 9,99 €, ISBN 978-3-347-74947-4

Erhältlich in allen Buchhandlungen
und im Internet








Inhalt

Die gewaltigste der Welten
Bemerkungen über das Buch, das Lesen und das Schreiben

Symphonien des Grauens
Bram Stokers DRACULA und die Schwarze Romantik

Poesie der Luft
Jean Paul und die Musikalität des Erzählens

Die verhunzte Welt
Georg Büchner zwischen Empathie und Pessimismus

Beruf: Klassiker
Beethoven oder Die Romantik der Aufklärung

„Oft denk ich, sie sind nur ausgegangen“
Das tote Kind und die Musik

„… doch will ich alles wissen“
Was ist ein Universalgenie? Am Beispiel Leonardos da Vinci

Groß um jeden Preis
Napoleon: Popanz und Ikone

Die Faust im Nacken
Eine kurze Geschichte des deutschen Kolonialismus 1871 bis 1918

Verständige Weiber
Aus der Frühzeit des Kampfs um die Rechte der Frau

Auf alten Pferden lernt man reiten
Die Quadriga – Mythos und Nationaldenkmal

Wolle im Gesicht
Über den Bart

Die Weisheit der Einfältigen
Über Narren


Vorwort


Auch Bärte kommen vor in diesem Buch, auch, auf Seite 316, Kaisers Bart, der ihm den Titel gab: die Manneszier des Stauferkaisers Friedrich I. – den wir bis heute besser als Barbarossa, Rotbart, kennen – und die des letzten deutschen Kaisers, Wilhelms II. Solche royale Gesichtsbehaarung war keine Kleinigkeit: Sie sollte sprießen und gedeihen als eines unter vielen Zeichen erlauchter Glorie und Hochwohlgeborenheit. Wenn wir uns indes heute „um des Kaisers Bart streiten“ (worüber mehr auf Seite 313 zu erfahren ist), dann geraten wir keineswegs wegen Angelegenheiten aneinander, die schwer wie monarchische Haupt- und Staatsaktionen wögen; dann geht es um Kleinig- und Nichtigkeiten, Bagatellen und Nebensächliches. Dem Gewicht nach irgendwo dazwischen halten sich die Themen der folgenden dreizehn kürzeren und längeren Essays auf. Den ernsten Zeiten ihrer Veröffentlichung angemessen, behandeln manche von ihnen internationale oder persönliche Katastrophen, andere hingegen wenden sich, freudvoller, erfüllenden Beschäftigungsmöglichkeiten des Geistes oder gar dem höheren Humbug zu. Sogenannte große Männer treten auf – Scheusale wie Genies – und starke Frauen auch, dicke Bücher finden zwischen den Seiten Platz, und bedeutsame Musik wird aus ihnen tönen. Methodische Forschung und strenge Gelehrsamkeit sollen nicht in trockener Schreibart das Wort ergreifen; vielmehr wollen die Texte (die, von zwei Ausnahmen abgesehen, zwischen 2019 und 2022 entstanden) in populärwissenschaftlicher Verständlichkeit mal mehr, mal weniger eingehend, im Einzelnen womöglich fehlbar, im Ganzen jedoch gewissenhaft Schlaglichter werfen auf Menschen und Momente der Kulturgeschichte, auf Schauplätze und Schubkräfte der Kultur. Worüber dabei erzählt wird, scheint teils lang vergangen, behält aber trotzdem sein Anrecht auf Interesse. Über alle Stoffe dieses Buchs mag auch andernorts, oft viel ausführlicher und klüger, berichtet werden – aber „sooo einen Bart“ hat keiner von ihnen.

Hof, im Herbst 2022



Leseprobe
(Erstes Kapitel des ersten Essays: Die gewaltigste der Welten)

Nimm und lies

Das Buch des Lebens ist mit nur vier Buchstaben geschrieben: A – T – C – G. Für Adenin und Thymin, Cytosin und Guanin stehen die Lettern. Und nicht mehr als zwei Wörter können die Buchstaben bilden: Ausschließlich in den Paarungen A mit T und C mit G treten die vier Moleküle auf. In uns Menschen wie in allen, selbst den kleinsten Lebewesen formen sie die Sprossen der DNS, der Desoxyribonukleinsäure, des submikroskopischen, doppelt in sich verschraubten Riesengebildes in den Zellen, auf dem lückenlos alles aufgeschrieben steht, was unsere höchst komplexe Leiblichkeit von der abrieselnden Hautschuppe bis zum Wunderwerk unseres Gehirns ausmacht.

Mit so viel Beschränkung in der Natur hält unsere menschliche Einfallskraft schwerlich mit. Auf über sieben Mal so viele Buchstaben müssen deutschsprachige Autorinnen und Autoren zurückgreifen: Wenn man die drei Umlaute und das Eszet mitzählt, sinds dreißig. Je nach Kulturkreis dürfen es auch mehr oder weniger sein: Mit 74 Schriftzeichen lernen die Khmer in Kambodscha umzugehen; mit lediglich elf kommt das Rotokas aus, mit dem sich gut viertausend Bewohner der pazifischen Salomonen-Insel Bougainville verständigen.

Aber bleiben wir im eigenen Land. Seit mindestens zwölf- bis dreizehnhundert Jahren ernährt es unsere Köpfe redlich mit einer nicht mehr zu überschauenden Masse an Literatur unterschiedlichster Anlässe und Anliegen, Umfänge und Qualitäten. Wer rät uns wozu, und warum? So einfach wie Augustinus, dem noch ziemlich frühchristlichen Bischof von Hippo, wird es uns nicht gemacht. Als 31-jähriger Intellektueller strebte er nach geistiger und geistlicher Orientierung, nach Sinn und Ziel seines weiteren Lebens, als ihn im Jahr 386 die Stimme eines arglos spielenden Kindes unverhofft auf Schrift und Buch, nämlich die Heilige Schrift der Bibel, des Buchs der Bücher, verwies: „Tolle! Lege!“  (so berichtete Augustinus später in seinen BEKENNTNISSEN) rief das Kind seinen Kameraden zu, „Nimm und lies!“ Da griff er nach einer scheinbar x-beliebigen Schriftrolle aus Papyrus oder Pergament – denn „Bände“, gebundene Bücher im heute gebräuchlichen Wortsinn, kamen erst im fünften Jahrhundert auf –, und was ihm dabei in die Finger geriet, war der RÖMERBRIEF des Apostels Paulus. Dort stieß sein wahlloser Blick auf eine Stelle, die ihm riet, aller Maßlosigkeit abzuschwören, den leiblichen Begierden zu wehren und den „Herrn Jesus Christus anzuziehen“. So konnte aus dem Gottsucher mit der Vorgeschichte eines Genussmenschen doch noch ein Heiliger und Kirchenvater der katholischen Christenheit werden.

Nun rangiert zwar die Bibel auf Platz eins der am häufigsten gedruckten und am weitesten verbreiteten Bücher der Welt, doch verlangen die wenigsten Druckwerke von uns, wie Augustinus zu Asketen zu werden. Überhaupt gelingt es einer vergleichsweise verschwindenden Zahl von Büchern, uns überhaupt unter die Augen zu kommen: 2019 erschienen etwa 70.400 Neuveröffentlichungen allein auf dem deutschen Markt, 2020 waren es mit 69.200 geringfügig weniger – wer kennt die Titel, nennt die Namen der Verfasserinnen und Verfasser? Im Jahr 2017 fluteten gar stolze 86.000 Neuerscheinungen den Handel. Die Statistik umfasst Broschüren von achtzig oder 120 Seiten ebenso wie schwergewichtige Wälzer von acht- oder dreizehnhundert. Manche Seite nimmt elegant mit dreißig Druckzeilen vorlieb, auf anderen drängen sich unübersichtlich 42 oder mehr. (In diesem Buch sinds meist gefällige 32.) Etwa dreihundert Wörter fassen wir – vorausgesetzt, wir sind durch regelmäßige Lektüre geübt – je Minute auf, mithin fünf Wörter pro Sekunde, je nachdem, wie lesefreundlich uns das Druckbild entgegenkommt und, vor allem, welche Hindernisse der Text unserem Verständnis in den Weg stellt.

Jeder Blick in die Buchempfehlungen der Zeitungsfeuilletons, erst recht jeder Besuch einer Bibliothek, aber auch schon der Blick, der über die Regale unserer eigenen Buchbestände schweift, scheint uns aufzufordern: „Nimm und lies!“; und uns zugleich abzustoßen: Du kannst lesen, so viel und lang du magst, du wirst günstigstenfalls das Eingangstor zur Welt der Literatur passieren und höchstens ein paar Schritte weit in ihr Reich vorstoßen. So betrachtet – freilich: nur so betrachtet –, wird das Riesenangebot des Geschriebenen uns nicht bloß einschüchtern, sondern erschlagen. Sollen wir aus zwei oder drei Titeln einen für uns auswählen, entscheiden wir uns vielleicht geschwind; reihen sich zweihundert oder zwanzigtausend vor uns auf, greifen wir verschreckt womöglich nach keinem einzigen. Für den Dichter Heinrich Heine war „von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, die der Bücher die gewaltigste“. Wir haben allen Grund, sie zu bestaunen; aber sie kann uns bremsen, lähmen, niederzwingen.

Jedoch, wo uns das widerfährt, sitzen wir einem Missverständnis auf. Nicht als Meer zahlloser geschlossener Buchblöcke zwischen doppelt so vielen Buchdeckeln breitet sich jene Welt vor uns aus, sondern sie tut es im Buch, in jedem einzelnen, sobald wir es öffnen oder als E-Book digitalisiert auf Bildschirm oder Display laden. „Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne“: Schöner, zudem treffender als Jean Paul, der besessene Bücherexzerpierer, Bücherschreiber und Büchernarr, kann mans nicht sagen. Und jede dieser „Welten“ gehört jedem von uns ganz allein, weil ein jeder kraft seiner unaustauschbar vielschichtigen Eigenheiten einen Text zwangsläufig ganz individuell und also anders wahrnimmt, deutet und begreift als irgendein anderer. Schon jedes simple Wort unserer sich aus gerade mal dreißig Buchstaben formierenden Sprache versteht und gebraucht jeder auf seine eigene Weise. Ein Wunder, dass unserer Verständigung mit- und unserem Verständnis füreinander die Kraft nicht ausgeht.

Eine Chance, von uns für gut befunden zu werden, geben wir einem Buch überhaupt erst dann, wenn wir annehmen dürfen, es in Inhalt und Form einigermaßen begreifen zu können. Dann öffnen wir uns als Leser mit derselben Haltung, aus der heraus Jean Paul seine Bücher schrieb: Er verfasste sie wie „Briefe an Freunde“, nur eben wie „dickere“. Natürlich bleiben einem, wie im Leben überhaupt, auch beim Lesen Enttäuschungen nicht erspart, bei Büchern aber lassen sie sich recht leicht verkraften, hat doch, wie der britische Dramatiker John Osborne trostreich vermerkte, „auch das schlechteste Buch seine gute Seite: die letzte“.

Ob gut, ob schlecht: Von der literarischen Qualität eines Manuskripts hängt sein Erfolg auf dem Buchmarkt erfahrungsgemäß nur teilweise ab. Um dessen Launenhaftigkeit zu belegen, liefert das besonders unberechenbare Phänomen des Bestsellers ein prägnantes Beispiel. Für ihn gibt es zwar keine verbindliche wissenschaftliche Definition, Verlage und Handel setzen den Begriff jedoch zumeist ein, sobald hunderttausend Exemplare eines Titels verkauft worden sind; ein Wert, der folglich lediglich das Interesse der Kunden abbildet. Übrigens gibt es das Lehnwort Bestseller länger als man denken sollte: Seit 1889 ist es belegt, 1895 erschien in den Vereinigten Staaten erstmals eine „Bestsellerliste“. Die des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL beeinflusst das Branchengeschäft hierzulande stark.

Als Musterstück darf etwa DER NAME DER ROSE gelten, der von vielen Codes durchzogene Mittelalter-Kriminalroman des italienischen Semiotikers Umberto Eco. 1980 kam er als IL NOME DELLA ROSA in Mailand heraus und wurde seither zigmillionenfach in aller Welt verkauft. Doch noch 1982 wollte nicht jeder Fachmann an einen Triumph glauben. Für lächerliche fünfzehntausend Euro hätte der Suhrkamp-Verlag die deutschen Übersetzungsrechte kaufen können – und schlug sie aus. „Das war Pech“, gab später das Lektorat zu, wahrscheinlich habe niemand im Premium-Haus das Original gelesen. Stattdessen griff Hanser zu und machte ein grandioses Geschäft.

Die fatale Fehleinschätzung erinnert an eine ganze Reihe von Autoren, die ausersehen waren, berühmt zu werden, obwohl zunächst Verlage reihenweise nichts von ihnen wissen wollten. Der geläufigste Fall: die Streiche des Zauberlehrlings Harry Potter – zum Schluss siebenbändig, in etwa siebzig Sprachen übersetzt, über eine halbe Milliarde Mal verkauft. Der einstigen Sozialhilfe-Empfängerin Joanne K. Rowling beschied der Hype ein Vermögen, größer als das der royalen Windsors. Dabei druckte der kleine Verlag Bloomsbury 1997 vorsichtig erst einmal nur hundert Exemplare von Band eins, und auch die nur, weil das achtjährige Töchterchen des Verlegers als Erstleserin dem skeptischen Papa verzaubert dazu riet. Mindestens acht Verlage hatten zuvor Nein gesagt.

Über die Häufigkeit von Ablehnungen berichtet die Mythologie des Buchmarkts oftmals wenig glaubhaft. Mehr als tausend Absagen will der US-Amerikaner Ray Bradbury Anfang der Fünfzigerjahre mit FAHRENHEIT 451 erhalten haben. Petra Hammesfahr erzählt von 159 Zurückweisungen, bis das Haus Rowohlt ihre SÜNDERIN akzeptierte, die ihr 1999 den Durchbruch bescherte. Sieben Jahre zuvor hatte SCHLAFES BRUDER reißenden Absatz gefunden; nur dass 24 Verlage das Buch vordem dankend an Robert Schneider zurückgeschickt hatten, bis sich Reclam in Leipzig erbarmte – und die Nebenrechte alsbald profitabel in alle Welt veräußerte. Sehr ähnlich erging es Patrick Süskind mit seinem tödlich duftenden, schließlich von Diogenes in Zürich edierten PARFÜM, dem Überraschungshit des Jahres 1985; neun Jahre lang führte der SPIEGEL es auf seiner Bestsellerliste. Sogar PIPPI LANGSTRUMPF geriet für die Schwedin Astrid Lindgren zur schweren Geburt: Im Verlag Bonnier graute dem Chef vor der anarchischen Titelheldin bei der Vorstellung, was wohl geschähe, „nähmen sich Kinder diese Göre zum Vorbild“; fügsam entschärfte Lindgren die Abenteuer, überließ sie dann aber trotzdem einem anderen Verlag. Den Griff zur Schere verweigerte hingegen Thomas Mann: Als er 25-jährig die weit mehr als tausend Manuskriptseiten seiner BUDDENBROOKS dem Verleger Samuel Fischer offerierte, fand der sich zwar zur Veröffentlichung bereit, aber nur, wenn der noch fast namenlose Jungdichter sein Werk um die Hälfte kürze. Mann blieb mannhaft – und das Buch erschien in der Urgestalt. Eine Zeit lang  verbreitete es sich, wie befürchtet, zögerlich, dann umso rascher und trug seinem Verfasser den Nobelpreis ein. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Immer wieder ergeben sich Anlässe, die Kompetenz der Publizistenzunft und der Verlagsbranche anzuzweifeln. Sie auszutesten, wagte 1968 die Redaktion der Satirezeitschrift PARDON. Zum Versuchsobjekt erkor sie Robert Musils MANN OHNE EIGENSCHAFTEN, der es nach seiner Veröffentlichung 1931 und 1933 zwar nicht zum Bestseller per definitionem brachte, aber schon früh als einer der wichtigsten deutschsprachigen Romane des zwanzigsten Jahrhunderts firmierte. Aus dem (Fragment gebliebenen) Mammutwerk zogen die Journalisten zentrale Episoden heraus und veränderten die Namen der Figuren, kaschierten behutsam einige wenige allzu verräterische Situationen und tippten die fake-Fassung mit der Schreibmaschine ab. Dann schickten sie – unter dem Verfassernamen eines „Technischen Abteilungsleiters“ – die acht Seiten an namhafte Autoren, Rezensenten und Universitätslehrer sowie an Verlage im deutschsprachigen Raum. Von den 46 Adressaten antworteten zehn überhaupt nicht; keiner von den 36 übrigen durchschaute den Streich, keiner erkannte Musil als Autor und die Außerordentlichkeit der Prosa. Als „Unterhaltungsliteratur“ von teils „primitiver Ausdrucksweise“ zerrissen sie die Textprobe und schickten sie, schon mal mit dem Ausdruck der Häme und Verärgerung, zurück; darunter, wohlgemerkt, auch der Rowohlt-Verlag, der Musils Hauptwerk allein vertrieb und gutes Geld damit verdiente.

Der verstörende Vorfall hätte postum den verzweifelten Herman Melville, heute hochgerühmten Klassiker englischsprachiger Erzählkunst, trösten können: Mit Pauken und Trompeten fiel 1850 sein ozeantiefes, teils dokumentarisches Walfänger-Epos MOBY DICK bei der Kritik durch – und wird seither als eine der weltgrößten Prosaschöpfungen und als Wegweiser für den Roman der Klassischen Moderne gefeiert. Den sensationellen Aufschwung erlebt Melville nicht mehr, geknickt endete er als Zöllner. Nicht anders erging es Giuseppe Tomasi di Lampedusa mit seinem einzigen Roman. DER LEOPARD entstand 1954, blieb aber liegen, weil kein Verlagshaus ihn der Veröffentlichung für wert erachtete. 1957 starb der Autor – und wurde im Jahr darauf zum Star, nachdem sein Schriftstellerkollege Giorgio Bassani das Manuskript entdeckt und die Herausgabe veranlasst hatte. 1959 legte man dem Verblichenen den begehrten Strega-Preis gleichsam aufs Grab. Der Neurologin Lisa Genova war das Glück da holder: Für 450 Dollar ließ sie 2009 ihren Erstling STILL ALICE – um eine demente Harvard-Professorin – auf eigene Kosten drucken und verkaufte die Bände aus ihrem Auto heraus. Dann machte das Internet den Roman zum Superseller. An die Verfilmung von 2014 ging gar ein Oscar. Dazu hat es Jean-Jacques Annauds Leinwandfassung vom NAMEN DER ROSE nicht gebracht.